Malen im AdventAusmalbilder und Vorlesegeschichten für Kita und Klasse 1

3 Min. Lesezeit

Im Dezember sind die Jüngsten besonders aufgedreht. In der Kita und in Klasse 1 fällt es vielen Kindern schwer, länger zuzuhören oder still zu sitzen, und gleichzeitig wünschen sich alle ein bisschen Adventsstimmung. Malen ist hier ein unterschätztes Werkzeug: Die Hände sind beschäftigt, der Kopf wird ruhig, und die Kinder hören dabei oft besser zu als im Sitzkreis.

Besonders gut funktioniert die Verbindung aus Geschichte und Bild. Du liest vor, die Kinder malen dazu. So entsteht ein kleines Ritual, das wenig Vorbereitung braucht und jeden Tag gleich abläuft.

Warum Malen und Zuhören gut zusammenpassen

Viele Kinder in diesem Alter verarbeiten Gehörtes, indem sie es mit den Händen tun. Ein Ausmalbild zur Geschichte gibt ihnen einen Anker: Sie sehen die Figuren, die gerade vorkommen, und können sich die Handlung leichter merken. Unruhige Kinder haben eine Aufgabe, ohne den Raum zu stören.

Wichtig ist, dass die Geschichte kurz bleibt. Ein paar Minuten Vorlesen pro Tag reichen völlig. Danach dürfen die Kinder in Ruhe weitermalen, während du mit einzelnen ins Gespräch kommst.

So läuft der Adventsmorgen ab

Ein fester Ablauf hilft den Kindern, schnell ins Ritual zu finden. Halte ihn einfach und gleichbleibend.

  1. Platz finden. Jedes Kind holt sein Bild und seine Stifte. Ein Korb mit Wachsmalern auf jedem Tisch spart Lauferei.
  2. Vorlesen. Du liest die Geschichte des Tages vor, die Kinder schauen auf ihr Bild und dürfen schon anfangen.
  3. Malen und erzählen. Während die Kinder malen, fragst du nach: Wer kam heute vor? Was war lustig?
  4. Sammeln. Die fertigen Bilder kommen in eine Mappe oder an eine Leine im Raum.

Ideen rund ums Malen

1. Die Bildergalerie. Hängt jedes fertige Bild an eine Wäscheleine. Bis zu den Ferien wächst eine ganze Adventsgeschichte quer durch den Raum, die Kinder Eltern beim Abholen zeigen können.

2. Die eigene Mappe. Jedes Kind sammelt seine Bilder in einer Mappe, die am Ende als kleines Buch mit nach Hause geht.

3. Malen nach Gefühl. Frage nach der Geschichte, wie sich eine Figur gefühlt hat, und lass die Kinder passende Farben wählen. Das öffnet ein Gespräch über Gefühle, ohne dass es schwer wird.

Wenn Malen allein nicht reicht

Manche Kinder sind schneller fertig oder wollen mehr tun. Für sie lohnt sich eine kleine Bastelaufgabe als Ergänzung. Einfache Faltarbeiten aus Bastelpapier sind dafür ideal, weil sie in wenigen Schritten fertig sind und die Feinmotorik trainieren. Ein gefaltetes Lebkuchenhaus etwa passt gut zum Advent und lässt sich danach bunt anmalen.

Passende Materialien

Fertig zusammengestellt findest du diese Idee im Malbuch-Adventskalender: Er verbindet Ausmalbilder mit kurzen Geschichten zum Vorlesen und ist für Kinder ab vier Jahren gedacht. Für Klassen, die lieber schneiden und kleben, gibt es in der Themenwelt Basteln und Malen außerdem einen Bastelbuch-Adventskalender und das kostenlose Lebkuchenhaus zum Falten. Weitere Ideen für feste Abläufe stehen im Beitrag Adventsritual in der Klasse.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich das Malen zu Geschichten?

Schon Kita-Kinder ab etwa vier Jahren können gut mitmachen. Die Geschichten sollten dann kurz sein, und die Bilder dürfen frei ausgemalt werden.

Was mache ich, wenn ein Kind nicht malen möchte?

Lass es einfach zuhören. Oft greift es nach ein paar Tagen von selbst zu den Stiften, wenn es sieht, wie die Galerie der anderen wächst.

Welche Stifte eignen sich am besten?

Für die Jüngsten sind dicke Wachsmaler oder Buntstifte am einfachsten. Filzstifte drücken bei dünnem Papier oft durch.

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