Bewegung in der KitaKurze Bewegungsideen für drinnen

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Im Herbst und Winter bleiben Kita-Kinder oft tagelang drinnen. Regen, Kälte und frühe Dunkelheit machen den Garten unattraktiv, und die überschüssige Energie sucht sich ihren Weg: Es wird gerannt, geschubst und laut gespielt. Kurze, angeleitete Bewegungsideen helfen, diese Energie zu lenken, und sie brauchen weder einen Turnraum noch viel Material.

In der Grundschule heißen solche Momente Bewegungspausen, Ideen dafür stehen im Beitrag Bewegungspausen in der Grundschule. In der Kita sind die Kinder jünger, deshalb braucht es einfachere Anweisungen, mehr Spiel und kürzere Einheiten.

Was Bewegung für Kita-Kinder drinnen ausmacht

Kita-Kinder bewegen sich am liebsten im Spiel. Eine Übung, die eine Geschichte erzählt oder ein Tier nachahmt, macht mehr Spaß als ein Kommando. Halte die Einheiten kurz, wenige Minuten reichen, und wiederhole beliebte Spiele ruhig oft. Kleine Kinder lieben das Bekannte.

Achte auf den Platz: Im Gruppenraum hilft es, Stühle an die Seite zu schieben oder die Bewegung auf der Stelle stattfinden zu lassen.

Bewegungsideen auf der Stelle

1. Tiere nachmachen. Du nennst ein Tier, die Kinder machen es nach: hüpfen wie ein Hase, stampfen wie ein Elefant, schleichen wie eine Katze. Mit einem leisen Tier am Ende kommt die Gruppe wieder runter.

2. Wetter spielen. Regen trommelt mit den Fingern, Wind lässt die Arme schwingen, Schnee rieselt leise von oben nach unten. Das passt gut in den Winter und braucht nur Stehplatz.

3. Stopp und Figur. Zu Musik bewegen sich alle frei, bei Stille erstarren sie zu einer Figur. Das Spiel fördert Körperbeherrschung und macht immer wieder Freude.

Spiele mit Würfel und Karten

Ein Würfel bringt Abwechslung, ohne dass du jedes Mal neue Ideen brauchst. Auf jeder Seite steht eine Bewegung, und ein Kind darf würfeln. Kinder lieben es, wenn der Zufall entscheidet. Bei den Jüngsten helfen Bilder statt Schrift, damit alle wissen, was zu tun ist.

Zur Ruhe kommen

Nach der Bewegung brauchen Kita-Kinder einen Übergang, bevor es mit Essen, Vorlesen oder Mittagsruhe weitergeht. Kinderyoga eignet sich dafür sehr gut.

4. Eine Yoga-Reise. Erzähle eine kleine Geschichte, etwa einen Spaziergang durch einen verschneiten Wald, und baue einfache Haltungen ein: der Baum, die Katze, der schlafende Fuchs.

5. Die Ruheinsel. Zum Schluss legen sich alle hin, schließen die Augen und atmen ruhig. Eine Minute reicht für den Anfang.

Passende Materialien

In der Themenwelt Bewegung findest du zwei kostenlose Vorlagen, die sich auch in der Kita gut einsetzen lassen: den Bewegungswürfel zum Basteln und das Poster „Yoga-Reise durch den Winterwald“ für Kinder ab dem Kita-Alter. Für den Dezember bietet der Bewegungs-Adventskalender jeden Tag eine Bewegungsidee, er ist für die Grundschule gedacht, lässt sich mit älteren Kita-Kindern aber gut anpassen. Mehr zu Yoga mit Kindern steht im Beitrag Kinderyoga in der Grundschule.

Häufige Fragen

Wie lange sollte eine Bewegungseinheit in der Kita dauern?

Wenige Minuten reichen. Lieber mehrmals am Tag kurz bewegen als einmal lange.

Brauche ich dafür einen Turnraum?

Nein. Die meisten Ideen funktionieren auf der Stelle im Gruppenraum, wenn ein paar Stühle zur Seite geschoben werden.

Ab welchem Alter eignet sich Kinderyoga?

Schon Kinder ab etwa drei Jahren machen mit, wenn die Haltungen in eine Geschichte eingebettet und einfach sind.

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